Auf Rosen gebettet

 

Vom Ursprung der Rose

 Rückert, Friedrich (16.5.1788-1866)

 Den Rosenzweig benagt ein Lämmchen auf der Weide,
 Es tuts nur sich zur Lust, es tuts nicht ihm zuleide.
 Dafür hat Rosendorn dem Lämmchen abgezwackt
 Ein Flöckchen Wolle nur; es ward davon nicht nackt.
 Das Flöckchen hielt der Dorn in scharfen Fingern fest;
 Da kam die Nachtigall und wollte baun ihr Nest.
 Sie sprach: "Tu auf die Hand und gib das Flöckchen mir,
 Und ist mein Nest gebaut, sing ich zum Danke Dir".
 Er gab, sie nahm und baut, und als sie nun gesungen,
 Da ist am Rosendorn vor Lust die Ros entsprungen!

 

Die Rose

                                                            


   Rote Rosen

…stehen symbolisch für die entbrannte Liebe,
        vor allem im erotischen Sinne:
        Hier liebt jemand leidenschaftlich und ohne jeden Vorbehalt.
        Als erstmaliges Geschenk sind rote Rosen eine symbolische Liebeserklärung.
        Nach einem Strauß roter Rosen gibt es kein Zurück mehr.
        Ihr Duft wirkt zuweilen Wunder!

      

        

Brockes, Barthold Hinrich (1680-1747)

Flammende Rose,

Zierde der Erden,

Glänzender Gärten

Bezaubernde Pracht!

Augen, die deine Vortrefflichkeit sehen,

Müßten vor Anmut erstaunet gestehen,

Daß dich ein göttlicher Finger gemacht.

                   

                   

  

     

Rosenbasteln

      

          

   Poesiealbum

    So wie die Rosen blühn,
         so blühe stets dein Glück.
          Und wenn du Rosen siehst,
      so denk an mich zurück.

      Drei Rosen send ich Dir!
                  Die erste ist fürs Wohlergeh`n
                     Die zweite ist fürs Wiederseh`n,
              die dritte aber leise spricht:
                          "Ich hab Dich lieb, vergiß das nicht!"

                 Möge es stets in Deinem Leben
                      nur Rosen und keine Dornen geben

          Dir steht das Leben offen,
          mögst du auf Rosen stehn,
          mir bleibet nur ein Hoffen
      auf frohes Wiedersehn.

     

 

 

  

                                             

                  

                                              

          

       

       

                                                  

                          

   Halm ,Friedrich (1806-1871)

  Buch und Rose

        Ein altes Buch in pergamentnem Band,
         Jahrhunderte vielleicht nicht aufgeschlagen -
        Weil fremd sein Wort erklingt aus fremdem Land,
           Und alte Dichter wenigen behagen.
         Ein altes Buch fiel jüngst mir in die Hände,
         Und wie ich träumend seine Blätter wende,
         Und Moderstäubchen wirbelnd mich umfliegen,
           Seh staunend ich in seinem Schoß verdorrt,
          Doch Lenzensduft noch hauchend fort und fort,
             Verblichen, farblos eine Rose liegen
.

                

 

       

                                    


  Max Dauthendey

   Rote Ros

Du hast Deine Hand noch nicht auf die Türklinke gelegt,
Als Dir durchs Türbrett der Rosen Brand schon entgegenschlägt.
 Die Rosen sind Deinem Herzen näher als manches Wort,
         Sie geben ihr Glück in die Luft und halten doch vornehm das Prahlen zurück.
         Der Rose Seele will sich sanft zu Dir setzen,
        Deine Augen haben und Deinem Blut von Seligkeit schwätzen.
        Wer sie vor seinen Türen in kleinen menschengroßen Bäumen pflegt,
       Dem hat sich das Glück quer über die Schwelle gelegt;
      Denn die roten Rosen, die können für Dich küren,
      Sie locken Dir die Liebste durch verschlossene Türen.

       

                                    

                                                            

        

 Song The Rose

   

                                                                         

                                                

  

 

          Lingen,Thekla (1866-1931)

          Sieh, wie sie leuchtet,
          Wie sie üppig steht,
          Die Rose.
          Welch satter Duft zu dir hinüberweht!
          Doch lose
          Nur haftet ihre Pracht.
          Streift deine Lust sie,
          Hältst du über Nacht
          Die welken Blätter in der heissen Hand ...

 

         Sie hatte einst den jungen Mai gekannt
           Und muss dem stillen Sommer nun gewähren.
            Hörst du das Rauschen goldener Ähren?
 

          Es geht der Sommer über's Land ...

     

                                                

 

  Orangefarbene Rosen

 …Sie sind ein Zeichen für Glück,
 Erfüllung und Fröhlichkeit in der Partnerschaft.

                               

   

Rosengarten

   

             

    

                                      
      Gelbe Rosen

   …sollten in einer Partnerschaft mit Bedacht verschenkt werden,
  denn sie gelten als Zeichen dafür,
    dass mit der Beziehung nicht alles in Ordnung ist.
    Sie können ein Symbol der Versöhnung sein;
     gleichwohl sagen sie aus,
   dass – trotz Verzeihens – die Leidenschaft dahin ist.

                                      

Leben mit Rosen ist nicht nur geistiges Glück

sondern geht uns in besonderer Weise ins Blut

  und bringt etwas wie einen ambrosischen Nervenzustand mit sich,

  der mit nichts vergleichbar ist. (Karl Foerster)  

 

   

Rosenservietten

                                                                                               

     

     


   Lilafarbene Rosen

                           …signalisieren

                               “Liebe auf den ersten Blick”;
     der Schenkende ist wie verzaubert vom anderen.

 

                                                                                                

                                                               

        

Rosenzeichnung

                       

  


       Selbstgemachtes Rosen-Badesalz

      verspricht eine tiefe Entspannung im Badewasser...

           Besorgen Sie sich ca. 200 Gramm grobkörniges Meersalz 

           und fünf stark duftende Rosenblüten (können schon leicht verblüht sein).

           Schichten Sie das Meersalz und die Rosen abwechselnd in ein Glas
           und verschließen Sie es luftdicht für zwei Wochen.
           Danach haben sich die ätherischen Öle der Blüten auf das Meersalz übertragen.
           Sie können den Duft mit ein wenig Parfümöl abrunden.

  

 

                   

        

Rückert,Friedrich (1788-1866)   

 

Rose ,Meer und Sonne                 

Rose, Meer und Sonne                 
                      Sind ein Bild der Liebsten mein,      
      Die mit ihrer Wonne       
                 Faßt mein ganzes Leben ein.       

Aller Glanz, ergossen,                   
                Aller Tau der Frühlingsflur,        
              Liegt vereint beschlossen        
                In dem Kelch der Rose nur.         

Alle Farben ringen,                       
               Alle Düft' im Lenzgefild',             
         Um hervorzubringen              
                Im Verein der Rose Bild.               

         Alle Ströme haben                                
                 Ihren Lauf auf Erden bloß,            
         Um sich zu begraben            
                       Sehnend in des Meeres Schoß.            

  Alle Quellen fließen                        
                    In den unerschöpften Grund,           
             Einen Kreis zu schließen           
                      Um der Erde blüh'ndes Rund.            

    Alle Stern' in Lüften                       
                        Sind ein Liebesblick der Nacht,            
            In des Morgens Düften            
                           Sterbend, wann der Tag erwacht.           

                                          Alle Weltenflammen,                                                             
                    Der zerstreute Himmelsglanz,          
        Fließen hell zusammen          
                  In der Sonne Strahlenglanz.           

   

                        

                              Rosengedicht                         

                      

                                  

                                                        

 

     

 

 


  Weiße Rosen
 
       Weiße Rosen gelten als geheimnisvoll.
       Ihr Symbolcharakter hat eine lange Tradition.
       Weiß symbolisiert in unserem Kulturkreis Unschuld und Reinheit,
       jedoch auch Entsagung oder Abschied (Tod).
       Weiße Rosen zu schenken, kann also als Ausdruck platonischer Bewunderung
       oder als Zeichen einer unstillbaren Sehnsucht verstanden werden.
       Wer seine wahren Gefühle nicht gleich offen zur Schau stellen mag,
       schenkt weiße Rosen.
        Doch Achtung:
       Keine falschen Erwartungen wecken!
       Wer mit dem Symbol der weißen Rose spielt,
       kann den Beschenkten am Ende schwer verletzen.

      

      

        

Rote Rosen Bodypainting

                                                                        

   

    


          Rosafarbene Rosen

         …sind das Symbol weiblicher Jugend und Schönheit
           sowie der jungen Liebe und der darin angelegten Hoffnung.
             Die Aussage ist durchaus erotisch zu verstehen,
          wenn auch mit der zarten Zurückhaltung eines Frischverliebten,
              der sich der Gegenliebe noch nicht gewiss ist.


      

                                      

  Rosen - Redensarten

 

Auf Rosen gebettet sein.

Aus Knospen werden Rosen.

Daß man an Rosen glaubt, das bringt sie zum Blühen.

Die Hand, die Rosen schenkt, duftet stets ein wenig.

Die Liebe ist wie Tau, sie fällt auf Rosen und auf Kuhfladen.

Die Rosen verblühen, aber die Dornen bleiben.

Die schönste Rose duftet nicht für sich.

Die schönsten Rosen welken am schnellstens.

Die Zeit entblättert jede Rose.

Gemalte Rosen duften nicht.

Keine Rose ohne Dorn, keine Liebe ohne Dorn.

Lerchen und Rosen bringen des Frühlings.

Kosen Liebe sieht nur Rosen ohne Dornen.

Man kann nicht immer auf Rosen gehen.

Pflück die Rose, wenn sie blüht, schmiede, wenn das Eisen glüht.

Schönheit ohne Anmut gleicht einer Rose ohne Duft.

Verblühte Rosen bricht man nicht.

Zeit und Geduld bringen schließlich Rosen hervor.

    

              

   

   

   

   Silesius Angelus (1624-1677 )

Die Rose ist ohne Warum.

Sie blühet, weil sie blühet.

Sie achtet nicht ihrer selbst,

fragt nicht, ob man sie siehet.

   

 

      

    

        

                           

    

                                                      Rosengarten                                                      

                       

Hebel, Johann Peter (1760-1826)

Und wo eine Träne fällt,

Blüht auch eine Rose.

Schon gemischt, noch eh wir`s bitten,

Ist für Thronen und für Hütten

Schmerz und Lust im Lose.

                                               

  

 

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